Durchdachte Ästhetik
auch bei herausfordernden Grundrissen

Der Empfangsbereich mit seiner klaren und schlichten Formensprache – einladend und offen.

Der Empfangsbereich mit seiner klaren und schlichten Formensprache – einladend und offen.

 
 

Zahnärztinnen und Zahnärzte, die eine neue Praxis eröffnen, wissen meist ganz genau, wie ihre Räume aussehen sollen. Manchmal passen die Vorstellungen und Bedürfnisse aber nicht zur gemieteten Fläche. Ein Beispiel aus Lugano zeigt, dass auch bei kleinen Platzverhältnissen keine Kompromisse gemacht werden müssen. 

Hell, schlicht und ästhetisch: Die beiden Zahnärzte Dr. med. dent. Rytis Ziedas und med. dent. Kristina Ziedas hatten für ihre neue Praxis in Lugano ziemlich genaue Vorstellungen. Allerdings wussten sie auch, dass die Planung wegen der Gegebenheiten nicht ganz einfach würde. Die vorgesehene Fläche von rund 140 Quadratmetern lag zwar ideal am Rande der Innenstadt. Die Raumaufteilung war wegen der Architektur des Gebäudes aber schwierig.

Die Fläche war durch eine grössere Zone im Gebäude, über die die darüber liegenden Wohnungen erschlossen wurden, in zwei grössere Bereiche geteilt. Diese beiden Bereiche wiederum wurden entlang der Fassade durch einen rund drei Meter breiten Korridor verbunden. Die Fläche hatte zudem drei Eingänge: In den grösseren Bereichen je einen, der vom Trottoir über den Vorplatz in die Praxis führte, dazu einen weiteren vom Treppenhaus her. 

Das Betriebskonzept sah vor, dass neben den allgemeinen Räumen zwei Behandlungsräume, ein Raum für Dentalhygiene, ein Raum für ästhetische Behandlungen sowie ein kleines Labor geschaffen werden sollten. Diese Raumanforderungen stellen auf 140 Quadratmetern bereits bei einem optimalen Grundriss eine Herausforderung dar. Bei den vorliegenden Verhältnissen wurden sie zur Knacknuss. 

Neuer Eingang – neuer Empfangsbereich

 

Der Eingang der zukünftigen Praxis war ursprünglich vom Gebäude her auf der linken und grösseren Seite der Praxis vorgesehen. Die Raumaufteilung war so aber nicht ideal. Patientenbereich, klinischer Bereich und Personalbereich drohten sich stark zu vermischen. Ein effizienter Arbeitsalltag wäre kaum zu gewährleisten gewesen. +

Die Lösung der Innenarchitekten von KillerLei: den Eingang auf die rechte Seite verlegen, so dass die Patienten in einem grosszügigen Eingangsbereich empfangen werden können. Durch einen bestehenden Durchbruch in der Mauer gelangen die Patienten nun zum Wartebereich und entlang des Gebäudekerns in den klinischen Bereich. 

Das Ärztebüro und der Raum für ästhetische Behandlungen wurden im Durchgangsbereich auf der Fassadenseite platziert und mit einer Glaswand zum jetzigen Durchgang abgegrenzt. Durch diesen Durchgang gelangt man entlang dem Dentalhygienezimmer in den linken Teil der Praxis mit zwei Behandlungsräumen, dem zentral dazwischen angeordneten Sterilisationsraum und dem Röntgenraum. 

Der Kernbereich wurde durch das im Zentrum liegende Labor etwas verlängert. Vom Treppenhaus führt neu auch ein Eingang direkt in den Personalbereich. Dies erlaubt den Angestellten, die Praxis zu betreten, ohne durch den Patienten- oder den klinischen Bereich gehen zu müssen.

Ein Aquarium im Wartebereich

 

Die Inneneinrichtung und Möblierung wurde bewusst stark reduziert und ermöglicht so eine offene und lockere Raumatmosphäre trotz eingeschränkten Platzverhältnissen. Die schwebenden Behandlungseinheiten und die multifunktionalen und horizontal ausgerichteten Schrankelemente bringen die reduzierte Ästhetik bis in die Behandlungsräume hinein. 

Der Gebäudekern wurde als Durchgang zum zentralen Element der Praxis, betont durch lineare Lichtführung und den feinen Farbton Dusty Rose. Dezente, raumhohe Vorhänge ergänzen die glatten und fein weiss gestrichenen Wände. Dies ist nicht nur optisch ein Gewinn, weil es die Strenge der Architektur und die Härte der eingesetzten Materialien durchbricht, sondern verbessert auch die Akustik deutlich. Lebendiger Blickfang im Wartebereich ist ein Aquarium, das nicht nur Ruhe ausstrahlt, sondern den Patienten auch die Zeit verkürzt, falls es doch einmal länger dauern sollte.

Die Gestaltung der gesamten Praxis hat sich mittlerweile im Alltag sehr bewährt. Die Raumaufteilung und die Ästhetik stimmen, der Arbeitsalltag läuft effizient und die beiden Zahnärzte können sich über stetigen Patientenzuwachs freuen. 

Planen Sie eine neue Praxis oder einen Umbau? Die Architekten und Innenarchitekten der KillerLei AG unterstützen Sie gerne, vom Beleuchtungskonzept bis zur ganzen Praxiseinrichtung, in der ganzen Schweiz.

Links die Ausgangsmietfläche, rechts die Praxis nach dem Umbau: beige eingefärbt der Patientenbereich, blau der klinische Bereich. Die rote Fläche bleibt dem Personal vorbehalten.

Links die Ausgangsmietfläche, rechts die Praxis nach dem Umbau: beige eingefärbt der Patientenbereich, blau der klinische Bereich. Die rote Fläche bleibt dem Personal vorbehalten.